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Kleine Übung gegen Zukunftssorgen


Wenn wir mal wieder damit beschäftigt sind, uns unablässig Sorgen über unsere Zukunft zu machen, gibt uns Marc Aurel in seinen Selbstbetrachtungen eine gute Gegenstrategie an die Hand:


Lass nicht zu, dass die Idee von der Gesamtheit deines Lebens deine Vorstellungskraft erdrückt. Mal dir nicht alles Schlechte aus, das dir passieren könnte. Bleib bei der aktuellen Situation und frage dich: »Warum ist das so unerträglich? Warum kann ich es nicht aushalten?« Die Antwort darauf wird dir peinlich sein. Dann erinnere dich, dass Vergangenheit und Zukunft keine Macht über dich haben. Nur die Gegenwart – und selbst diesen Einfluss kann man gering halten. Mach dir nur seine Grenzen klar. Und wenn dein Geist dir einreden will, dass du dagegen nicht bestehen kannst … nun, dann tadle ihn entsprechend. Marc Aurel Selbstbetrachtungen, 8.36

Daraus lässt sich eine praktikable Übung ableiten, die wir an unserer aktuellen Sorge erproben können:

Denke einfach an eine Situation in deiner Vergangenheit, die dir damals wirklich große Sorge bereitete, du aber später festgestellt hast, dass diese Sorge vollkommen übertrieben war. Versuche diese Situation nochmals zu durchleben und stell dir dabei vor, du hättest deine Aufmerksamkeit und einzig und allein auf die damalige Gegenwart fokussiert, anstatt dir über die Zukunft Gedanken zu machen. Wie hätten sich die Dinge dann verändert?

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